Artikel: Wie die Bundeswehr den Landkrieg der Zukunft gewinnen will

Björn Müller, Pivot Area, 22. Septemebr 2017

*Nachtrag 28. September: Das Thesenpapier ist jetzt elektronisch verfügbar. Das Dokument finden sie hier, oder auf der Seite von Pivot Area.

Irgendwo im Baltikum 2026 – Im Tiefflug jagen Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr über die Landschaft und attackieren russische Panzerverbände, um deren Vorstoß zu verzögern. Wenige Kilometer hinter dem Kampfgeschehen surren Drohnen der Bundeswehr-Pioniere über eine Ebene und platzieren Anti-Panzerminen.

Diese Szenen stammen aus keinem Roman, sondern aus dem Bundeswehr-Thesenpapier „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“. Es umreißt aus militärfachlicher Sicht, wie das deutsche Heer ausgerüstet sein müsste und kämpfen sollte, um ab 2026 in Landkriegen gegen einen „gleichwertigen Gegner“ zu siegen. Auch wenn Russland nicht namentlich als Kontrahent genannt wird, sind dessen militärischen Fähigkeiten („der Gegner verfügt über ein engmaschiges Netz weitreichender Luftverteidigungssysteme mit der Reichweite 400 Kilomter plus“) offensichtlicher Bezugspunkt der Bewaffnungs- und Operationskonzepte in „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“.

Verfasst wurde die Analyse von einem nicht näher benannten Autorenteam aus dem Heereskommando unter Leitung von Generalleutnant Frank Leidenberger. Jenem untersteht als Kommandeur der militärischen Grundorganisation auch das Amt für Heeresentwicklung, das für die militärische Innovation bei Deutschlands Landstreitkräften zuständig ist.

Adressat Bundestag

Adressat der Fähigkeitsanalyse ist der parlamentarische Raum, wie es aus der Bundeswehr heißt. Den Bundestagsabgeordneten soll nahegebracht werden, wie eine zur Landes- und Bündnisverteidigung fähige Bundeswehr aufzustellen sei. Um die Bewaffnungskonzepte des Thesenpapiers anschaulicher zu machen, wurden sie mit beispielhaften Operationsszenarien ergänzt. Deren Rahmen bildet ein fiktiver Angriff Russlands auf das Baltikum, der vom Deutschen Heer im NATO-Verbund zurückgeworfen wird. Dabei versucht Russland zunächst, über eine hybride Vorbereitung (U. a. Desinformationskampagnen sowie verdeckte Angriffe von Spezialkräften), für sich eine günstige Architektur des Schlachtfelds zu schaffen, und greift dann mit seinen Hauptstreitkräften an. (…)

Der gesamte Artikel ist auf dem Blog Pivot Area verfügbar.

 

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